Verlässliche Finanzpartnerin: Wie die BKB die KMU in Basel stärkt

Regula Berger, CEO der Basler Kantonalbank, im Gespräch

Seit dem 1. März 2025 steht Regula Berger als CEO an der Spitze der Basler Kantonalbank. Mit ihrer langjährigen Erfahrung in der Finanzbranche und einem klaren Fokus auf Kundennähe setzt sie sich besonders für die lokale KMU-Landschaft ein. Im Interview mit kmu news – der Mitgliederzeitschrift des Gewerbeverbands Basel-Stadt – spricht sie über die Rolle der BKB als verlässliche Partnerin für KMU, nachhaltige Finanzierungslösungen und die Bedeutung der regionalen Verwurzelung.
Gestern in Finanzierungen

Frau Berger, Sie sind seit dem 1. März 2025 CEO der Basler Kantonalbank. Was hat Sie an dieser Aufgabe besonders gereizt?

Die BKB ist eine gesunde, stabile und lokal verankerte Bank mit einer langfristigen und nachhaltigen Ausrichtung. Diese Werte entsprechen meiner Überzeugung. Mir gefällt, dass wir die Wirkung unseres Handelns direkt spüren. Und nicht zuletzt finde ich es natürlich spannend, dass ich die verschiedenen, äusseren Herausforderungen – wie die geopolitische Lage oder die demografische Entwicklung – als Chance nutzen kann, um die BKB in die nächste, erfolgreiche Dekade zu führen.

Basel ist bekannt für seine starke KMU-Landschaft. Wie haben Sie bisher den Austausch mit dem lokalen Gewerbe erlebt?

Der Austausch mit dem Basler Gewerbe ist für mich zentral. In meiner vorangehenden Funktion in der Geschäftsleitung war ich insbesondere für das Gewerbe zuständig. Dank dieser Nähe können wir gezielt auf deren Bedürfnisse eingehen. Wir führen beispielsweise das KMUimpuls Programm, bei dem wir mit einer weitergehenden Kreditvergabepraxis Impulse setzen und die Unternehmen bei der Gründung, beim Wachstum und auch bei Nachfolgefragen mit unserem Fachwissen unterstützen. Gerade in herausfordernden Zeiten ist es wichtig, pragmatische, innovative und massgeschneiderte Finanzlösungen anzubieten. Ich schätze den direkten Dialog mit den Unternehmerinnen und Unternehmern sehr und kenne viele unserer Geschäftskunden auch persönlich. So weiss ich, wo der Schuh drückt und sehe, wie engagiert und innovationsfreudig unsere KMU sind.
Kundennähe bedeutet auch den lokalen Markt zu verstehen und ein Angebot zu haben, das auf die konkreten Bedürfnisse passt.

Was bedeutet Kundennähe für die BKB?

Unsere Stärke ist die Nähe zu unseren Kunden. Das bedeutet Folgendes: Die Kreditentscheidungen werden vor Ort getroffen und die Wege sind kurz und effizient. Kundennähe bedeutet auch den lokalen Markt zu verstehen und ein Angebot zu haben, das auf die konkreten Bedürfnisse passt: beispielsweise besteht aufgrund der Grenznähe ein erhöhter Bedarf nach Währungsabsicherungen. Für Unternehmensgründungen sind wir aufgrund unserer lokalen Marktkenntnisse die geeignete Partnerin. Zusammen mit der Startup-Academy können wir in der Gründungsphase sehr konkret werden.

Wo wird die BKB neben diesen Themen weitere Schwerpunkte setzen?

Nebst der Nähe zu den KMU können wir als Universalbank den KMU ein breites und professionelles Angebot für alle Fragestellungen und Phasen der Entwicklung anbieten: Das reicht von der Analyse und Optimierung des Zahlungsverkehrs bis hin zur Beratung an der Kundenschnittstelle über die unterschiedlichen und optimalen Bezahllösungen.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Begleitung von Nachfolgelösungen. In der ganzen Schweiz, insbesondere aber in der Nordwestschweiz, stehen in den nächsten Jahren grosse Veränderungen an.

Wir unterstützen KMU aktiv bei der Transformation ihres Geschäftsmodells in Richtung Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit ist ein grosses Thema. Welche Rolle spielt sie in der Strategie der BKB, insbesondere im Kontext von KMU?

Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil unseres Wirkens und auch ein wichtiger Teil unseres Leistungsauftrags. In den letzten Jahren haben wir einen besonderen Schwerpunkt auf nachhaltige Finanzierungslösungen gelegt und zahlreiche innovative Produkte eingeführt. Mit sogenannten Sustainability-Linked Loans unterstützen wir KMU aktiv bei der Transformation ihres Geschäftsmodells in Richtung Nachhaltigkeit. Darüber hinaus fördern wir energieeffiziente Immobilienprojekte mit attraktiven Finanzierungskonditionen.

Ergänzend begleiten wir KMU bei dieser Transformation mit verschiedenen Beratungs- und Weiterbildungsangeboten. So können KMU über uns einen Zertifikatslehrgang buchen und vergünstigt daran teilnehmen. Dadurch verstehen die Mitarbeitenden die Anforderungen der Zukunft und die KMU können sich darauf ausrichten, ohne zusätzliche Ressourcen aufbauen zu müssen.

Als CEO haben Sie grosse Verantwortung und viel um die Ohren – wie können Sie persönlich abschalten?

Für mich ist der Ausgleich wichtig. Ich schätze es, mich mit Menschen aus verschiedenen Bereichen auszutauschen, um neue Perspektiven zu gewinnen. Der Aufenthalt in der Natur oder ein gutes Gespräch helfen mir, neue Energie zu tanken.

Wenn Sie sich in fünf Jahren zurückblickend fragen: «Was habe ich als CEO der BKB erreicht?», was wäre Ihre Wunschantwort?

Die BKB ist eine starke und verlässliche Bank, die profitabel und risikobewusst wächst. Wir konnten unsere Kundenbasis ausbauen, weil wir verlässlich sind und über ein umfassendes und qualitativ hochstehendes Angebot verfügen. Wir sind für KMU und unsere Partner die erste Anlaufstelle in allen Finanzfragen und gestalten so unsere Region aktiv mit. Und nicht zuletzt bin ich stolz darauf, dass meine rund 1500 Kolleginnen und Kollegen im Konzern mit Begeisterung und Freude bei der Sache sind.

Regula Berger

gehört seit 2018 der Geschäftsleitung der Basler Kantonalbank an. Seit 2019 ist sie zudem Mitglied der Konzernleitung und Präsidentin des Verwaltungsrates der 100-prozentigen Tochtergesellschaft Bank Cler. Sie bringt 18 Jahre Bank- und Führungserfahrung mit, insbesondere in kundennahen Bereichen. In den vergangenen vier Jahren leitete sie den Bereich Vertrieb kommerzielle Kunden und verantwortete dabei das KMU-Team. Regula Berger ist Juristin und hat zusätzlich einen Master in Banking und Finance absolviert.
Der Artikel ist zuerst in den «kmu news», der Verbandszeitschrift des Gewerbeverbands Basel-Stadt erschienen.